Vor-dem-Zähler (FTM)
Vor-dem-Zähler (FTM) bezeichnet Erzeugungs- oder Energiespeicheranlagen, die sich direkt mit dem Stromnetz verbinden und Strom oder Netzdienste auf Großhandelsmärkten verkaufen, statt auf der Kundenenseite des Zählers zu liegen – das Spiegelbild von Systemen hinter dem Zähler (BTM), die die private Last einer einzelnen Anlage versorgen. Datenzentrumsbetreiber schließen zunehmend Verträge mit Vor-dem-Zähler-Solaranlagen, Wind- und Batterieprojekten durch Stromabnahmeverträge ab, um die Last mit erneuerbarer Stromerzeugung rechnerisch abzugleichen, auch wenn die physischen Elektronen aus dem gemeinsamen Netz kommen, während BTM-Generatoren und Batterien, die vor Ort installiert sind, Backup-Strom oder Spitzenlastabbau bieten, den der Betreiber direkt kontrolliert. In den USA wuchs die Batteriespeicherkapazität im Versorgungsmaßstab auf der Vor-dem-Zähler-Seite von nahe null in der Mitte der 2010er Jahre auf mehr als 20 GW bis 2025 laut EIA-Daten, mit einem großen Anteil dieses Ausbaus, der an erneuerbaren Stromabnahmeverträgen und Netzfestigungsverträgen gebunden ist, die Hyperscaler und Colocation-Betreiber zunehmend unterzeichnen, um ihre Ziele für saubere Energie zu erreichen. Die Unterscheidung zwischen Vor-dem-Zähler (FTM) und hinter dem Zähler (BTM) ist für die Buchführung wichtig: Vor-dem-Zähler-Verträge zählen typischerweise zu den erneuerbaren Matching-Ansprüchen eines Unternehmens, während BTM-Vermögenswerte in den Resilienz- und Nachfragereaktionszahlen der Anlage selbst auftauchen.