Schaltanlage
Eine Schaltanlage ist eine Zusammenstellung von Schutzschaltern, Sammelschienen sowie Schutz- und Steuergeräten. Sie empfängt eingehende elektrische Leistung, verteilt sie durch eine Anlage und isoliert Fehler, bevor diese sich zu einem Stromausfall ausbreiten. In einem Rechenzentrum sitzen Mittelspannungsschaltanlagen (Nennspannung etwa 1 kV–38 kV, mit 11 kV, 20 kV oder 33 kV üblich auf Campus-Geländen) zwischen der Stromversorgungsstation oder vor Ort vorhandenen Generatoren und den Abwärtstransformatoren; Niederspannungsschaltanlagen (unter 1 kV) speisen dann PDUs, USV-Systeme und Stromschienen innerhalb von Datenhallen. Jede Schaltanlagenreihe umfasst typischerweise Eingangs-, Ausgangs-, Mess- und Sammelschienen-Verbindungsabschnitte, und ihre Konfiguration – einseitig, zweiseitig oder Ring-Bus – bestimmt, wie viel der Anlage während eines Fehlers oder geplanter Wartung unter Spannung bleibt. Steigende Leistungsdichten in KI-Clustern haben Campus-Betreiber zu höheren Mittelspannungsnennwerten und größeren Schaltanlagenreihen getrieben, um Gigawatt-Lasten ohne proportionale Zunahme der Kabeltrassen zu verteilen.