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Google finanziert €13-Milliarden-Ausbau in Finnland mit erstem europäischem Kernkraft-PPA

Google wird bis 2028 mindestens €13 Milliarden in finnische Rechenzentren investieren, teilweise finanziert durch ein 22-jähriges Kernkraft-PPA mit Fortums Loviisa-Anlage — sein erstes außerhalb der USA.

Google finanziert €13-Milliarden-Ausbau in Finnland mit erstem europäischem Kernkraft-PPA

Google kündigte am 9. September 2026 an, dass es mindestens €13 Milliarden (etwa $15 Milliarden) in finnische digitale Infrastruktur über 2027–2028 investieren wird — sein bisher größtes einzelnes Infrastruktur-Engagement in Europa, verteilt auf vier Standorte — Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala. Der Ausbau wird durch ein 22-jähriges Stromabnahmeververtrag mit Fortum gestützt, das die Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Loviisa abdeckt — Googles erstes Kernkraft-PPA außerhalb der Vereinigten Staaten.

Was ist bekannt. Laut Googles eigener Ankündigung läuft das Loviisa-PPA von 2028 bis 2049, wobei Googles Stromabnahme 2028 geringfügig startet und ab 2030 50 % der Anlagekapazität erreicht. Die zwei sowjetisch konstruierten VVER-440-Reaktoren von Loviisa sind seit 1977 beziehungsweise 1981 im kommerziellen Betrieb und liefern derzeit über 10 % des finnischen Stroms, laut World Nuclear News. Parallel führt Fortum ein rund €1-Milliarden-Programm zur Laufzeitverlängerung und Leistungssteigerung durch — eine 38-MW-Erhöhung, fertiggestellt 2028, plus eine weitere geplante 10-MW-Steigerung. Neben dem Kernkraft-Deal unterzeichnete Google Onshore-Wind-PPAs mit Valorem und Suomen Hyötytuuli, die laut Unternehmensangaben die Gesamtkapazität der neuen Windkraft, die es in Finnland unterstützt, auf 629 MW bringt, und schloss einen 94-MW-Batteriespeichersystem am Standort Kajaani zur Netzstabilisierung vertraglich ab. Google prognostiziert, dass die Bauphase 2027–2028 landesweit über 37.000 Arbeitsplätze unterstützen wird und das finnische BIP um durchschnittlich €3,6 Milliarden pro Jahr erhöht.

Was das für einen Stromkäufer bedeutet. Coloprices Index verfolgt finnische Geschäftsstrompreise zu $0,105/kWh, mit einer Spanne von $0,08–$0,13 — unter den niedrigsten Sätzen der europäischen Märkte, die wir abdecken, ein Nebenprodukt eines Stromnetzes, das bereits stark auf Kernkraft und Wind ausgerichtet ist (siehe /index/ und unsere Finnland-Einträge). Genau diesen Kostenvorteil sichert sich Google jetzt direkt durch langfristige PPAs anstatt am Stromspot-Markt zu kaufen. Unser Katalog zeigt derzeit einen einzigen offengelegten Betreiber in Finnland — Equinix mit fünf IBX-Einrichtungen im Großraum Helsinki (HE3–HE7) — keine als AI-ready gekennzeichnet und keine veröffentlichte Standortleistung in MW. Googles Campusse liegen völlig außerhalb dieses Colocation-Bereichs: Dies ist Hyperscaler-Selbstbau, finanziert durch maßgeschneiderte Kernkraft- und Wind-Verträge, keine vermietbare Fremdkapazität. Für Colocation-Käufer, die die nordischen Länder aufgrund günstiger Strompreise ins Auge fassen, ist das Loviisa-Deal eine Erinnerung daran, dass die günstigsten und sichersten Stromlieferungen zunehmend von Hyperscalern gekauft werden, bevor sie je den gemeinsamen Markt erreichen — wert zu verfolgen gegenüber batteriebezogener Netzabstimmung allgemeiner auf unserem BESS-Preisindex.

Was wir noch nicht wissen. Google hat nicht offengelegt, wie sich die €13 Milliarden auf die vier Standorte verteilen, noch die kombinierte IT-Kapazität in MW, die die Campusse Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala hinzufügen werden. Es ist auch unklar, ob diese Kapazität je Dritten angeboten wird oder vollständig Googles eigenen Search-, Gemini-, Maps- und YouTube-Workloads vorbehalten bleibt — eine Unterscheidung, die für alle, die nordisches Colocation-Angebot statt Hyperscaler-Selbstbau modellieren, ausschlaggebend ist.

Häufige Fragen

Wie viel investiert Google in Finnland?

Mindestens €13 Milliarden (etwa $15 Milliarden) über 2027–2028 an vier Standorten — Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala — wodurch es Googles bisher größtes einzelnes Infrastruktur-Engagement in Europa darstellt, laut Googles eigener Ankündigung vom 9. September 2026.

Was vereinbarte Google mit Fortum?

Ein 22-jähriges Stromabnahmeververtrag (PPA), gebunden an die Laufzeitverlängerung von Fortums Kernkraftwerk Loviisa, gültig 2028 bis 2049. Googles Stromabnahme startet 2028 mit geringeren Mengen und erreicht ab 2030 50 % der Anlagekapazität. Es ist Googles erstes Kernkraft-PPA außerhalb der Vereinigten Staaten.

Ist Finnland ein billiger Ort zum Kauf von Rechenzentrum-Strom?

Nach Coloprices verfolgten Geschäftsstromtarifen ja — Finnland liegt bei $0,105/kWh (Spanne $0,08–$0,13), unter den niedrigsten europäischen Märkten in unserem Index, was ein Stromnetz widerspiegelt, das bereits stark auf Kernkraft und Wind ausgerichtet ist.

Quellen

Primärquellen, auf die sich dieser Artikel stützt. Jede Zahl verlinkt auf ihren Ursprung.

  1. Google: Google deepens its commitment to Finland with a €13 billion investment in AI infrastructure
  2. World Nuclear News: Google signs up for electricity from Finnish nuclear power plant
  3. DataCenterDynamics: Google signs nuclear PPA with Fortum in Loviisa, Finland
  4. Euronews: Google to invest €13bn in Finnish AI data centres, its biggest European push yet

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